Sonntag, 18. April 2010

Sonntag 18. April Bilder Slumtour

Also zum Abschluß nochmal ne kurze Info. Also ich habe jetzt ein paar Bilder aus Dharavi von der Internetseite der Organisation runter laden können. Allerdings sind es nur wenige und sie sind, gelinde gesagt, ziemlich gestellt. Nur lachende Gesichter und das Gewusel kommt garnicht richtig rüber. Habe mich also entschieden diese hier nicht so zu zeigen. Sondern erst daheim, wo ich sie entsprechend kommentieren kann.

Bis demnächst

Sonntag 18. April Teil 2, Ausflug zur Elephanta Insel

Das mit dem Kleingeld soll natürlich nicht alles für heute gewesen sein. Am Samstag Morgen hatte ich einen Ausflug zur Insel Elephanta nicht weit von Mumbai gemacht. Die heißt übringens so weil die Portugiesen damals eine Elephantenstuatue dort im Hafen gefunden haben. Richtige Elefanten gibts es dort nicht oder nicht mehr, dafür freche und diebische Affen sowie die in Indien obligatorischen Straßenhunde. Die Überfahrt dauert vom Gateway of India rund eine Stunde durch die Hafenbucht von Mumbai, das Gateway  wirkt übrigens relativ mickrig, einerseits für den Namen und andererseits wenn man das India Gate in Delhi eher gesehen hat, so wie ich.

Die Fähren waren ganz ok für indische Verhältnisse denke ich, was einem auffällt ist, dass der gesamte Ozean hier eine trübe und braune Kloake ist. Auf Elephante angekommen, führt eine kleine Bahn bis zum Anstieg hoch zu den Höhlen, deren Sinn sich mir nicht ganz erschließt. Sie fährt geschätzt keine 500m und ist extrem langsam, also wozu das ganze. Hinzu bin ich noch eingestiegen, weil ich dachte die fährt einen bis hoch zu den Höhlen, aber das war ein Irrtum, sonst hätte man ja bei diesem doch recht steilen Anstieg nicht an den ganzen Verkaufsbuden für Souvenirs und allerhand Krims-Krams vorbei gemusst. Rückzu bin ich dann gelaufen und war bald schneller
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Die Höhlen sind auch Weltkulturerbe, rund 400 Jahre alt und schon ein interessanter Tempelbau, zumindest die eine. Die anderen sind wohl nicht fertig geworden oder waren wohl nur Nebenhöhlen. Wahrscheinlich typisch indisch bei der ersten gibt man sich noch Mühe und dann naja eine ist ja schon fertig. In der letzten haben sich Esel befunden, welche dort Kühlung vor der aufkommenden Mittagshitze suchten. Es gibt da viele überlebensgroße Shivastatuen und weitere Skulpturen mit relegiöser Bedeutung, leider ein Großteil auch schon stark zerstört. Hier wurde früher wohl auch gekämpft und es soll wohl mal auch eine Kanonkugel im Haupttempel/Höhle eingeschlagen sein. Kann man sich zumindestens vorstellen.

Außer den Höhlen gibts auf der nur wenige Quadratkilometer großen Insel sonst nix zu sehen.5 Dörfer und unzälige Verkaufsstände durch die man wie ein Spalier herauf und wieder runter muss. Hier sieht man, dass die Inder die Marktwirtschaft voll und ganz verstanden haben. Man zahlt für Schritt immer extra und man muss es auch, denn man will ja die Höhlen sehen, deshalb ist man ja da und was anderes gibts nicht. Es fängt dabei an, dass man 120 Rupien für die Fähre bezahlt. Es gibt auch Tickets für 100, aber über die erfährt man auf Anfrage nur ausweichende Bemerkungen, die für 120 sind wohl die luxuriösen Plätze. Auf der Fähre macht es keinen Unterschied, jeder setzt sich hin wo er will. Die ersten 10 Rupien extra zahlt man wenn man auf dem Schiff nach oben will, wegen Photos. Hatte ich nicht gerade die luxuriöse Karte gekauft? Auf der Insel angekommen zahlt man dann wieder 10 Rupien für ein Zug der kein Sinn macht. Dann 5 Rupien Touristensteuer (wozu auch immer, einfach mal extra erheben) und wenn man dann oben ankommt final 250 Rupien Eintritt. Ich meine es kommt mir nicht auf die Höhe des Geldbetrages an, dass ist ja wirklich nicht viel, aber wie es hier alles abläuft, lässt einem so ein wenig mit dem Gefühl zurück, ausgenommen zu werden. Ich meine, hätte man mir am Pier in Mumbai gesagt, du die Tour kostet 400 Rupien insgesamt, hätte ich es auch gezahlt, aber das wäre dann irgendwie ehrlicher gewesen, denn keiner sagt auf der Insel oh jetzt muss ich 10 Rp. extra zahlen, jetzt fahr ich 1 h wieder zurück. Ich weiß nicht ob ich das falsch sehe, aber irgendwie ist das ganze aus meiner Sicht unehrlich! Von dem Auf- und Abstieg durch die hunderte von Buden, wo einem die Verkäufer keine Ruhe lassen, mal abgesehen. Am besten war eine alte Frau mit einem Metallbehältnis auf dem Kopf: "Make a picture, Make a picture" zu deutsch: Lieber Herr Tourist machen sie doch ein Photo von mir, damit sie zuhause die typisch einheimischen Leute zeigen können. Natürlich wollte die danach Geld haben. Die wäre mir sonst garnicht aufgefallen. So was ähnliches ist mir auch shcon im Delhi am Indiagate passiert, da kam eine ältere Frau an, steckte einem, so eine kleine billige Indienpapierflagge mit einer Stecknadel ans T-Shirt und wollte danach auf einmal Geld, dann war es plötzlich für die Waisen.

Ich hab mir dann dort doch ein, zwei Souvenirs nach harten Preisverhandlungen gekauft. So einen großer Marmorelepfanten, wie man ihn an den Ständen sieht, war dabei. Angefangen hatte der Preis bei 3000 Rupien (50€), am Ende waren wir dann bei 1000 (16,50€). Der Preis der übrigens Unterhalb des Tieres aufgeklebt war, betrug 2500. Aber ich war ja der "erste" Kunde an diesem tag,  weshalb man mir einen Sonderpreis von 3000 geben wollte ;-) Alles klar oder!

Wieder in Mumbai angekommen, habe ich dann meinen Plan mir das alte Fortviertel mit seinen vielen Kolonialbauten oder die Türme des Schweigens der Sikhs zu sehen überworfen. Es war in der Mittagshitze einfach zu heiß. Also werde ich wohl nochmal runter in den Süden der Stadt fahren. Dauert nur 45 min. Ist also kein Problem. Dort ist es wirklich um einiges schöner als sonstwo in Mumbai. Schöne Gebäude, etwas grüner als der Rest der Stadt, aber davon ein ander Mal mehr.








Sonntag 18. April

Heute zeig ich euch mal indisches Kleingeld. Das witzige daran ist obwohl es teilweise aus dem selben Jahr ist, sieht es total verschieden aus, auch mit manchen Scheinen ist das hier so. Die Farbunterschiede sind meist noch das Marginalste. Tja wenn die Marge, sprich der Unterschied zwischen dem Wert des Metalls und der abgebildeten Zahlungsmenge nicht gen 0 tendieren würde könnte man glatt Geldfälscher in Indien werden.


Donnerstag, 15. April 2010

Donnerstag, 15. April, nach dem Wochenende in Delhi und Agra

Hallo zusammen, wieder eine Woche rum gebracht.

Am Wochenende ging es also nach Delhi und Agra. Donnerstag Abend noch schnell nach der Arbeit ein Reiseführer für Indien gekauft, man möchte ja wissen was man sich so anschauen kann und auf was man achten muss. Danach noch Tasche packen und dann um 11 ins Bett. 04:30 Aufstehen, 06:30 ging der Flug. Der Flug war soweit ereignislos, wenn man mal davon Absieht das der Typ neben mir 1,5 h am Stück!!! seine Rotze mit einem wiederlichen Geräusch hoch gezogen hat, boa und ich wollte noch etwas pennen. Dann also in Delhi angekommen und erstmal 2 Red Bull gekauft, wegen Schlaf ausgleich. Eine Stunde später kam dann auch das Flugzeug mit meiner Kollegin. Den Flug konnte ich nicht nehmen, der wäre wohl zu teuer gewesen, aber die war ja Praktikantin bei Audi und ich nur bei der VW Gruppe sprich Leitung, das versteh einer. Nach ihrer Ankunft ging es dann auch weiter nach Gurgaon, dass ist so eine boomende Satteliten Stadt von Delhi, wo der örtliche Audi Händler beheimatet ist. Der engagierte Fahrer wusste natürlich nicht wo der Händler genau zu finden ist, wäre ja auch zuviel im das vorher von Konzernseite zu sagen. Der Händler war dann tatsächlich schwer zu finden und weiter ist den Tag dann nicht mehr viel passiert außer Arbeit. Man kann nur sagen, dass eine Gruppe indischer Trainingsleiter schlimmer ist als alte Weiber beim Kaffeekränzchen. Hat sich alles ewig hingezogen, obwohl wir schon lange fertig waren. Also nichts mit Sehenswürdigkeitentour am Freitag. Na geil hab ich mir gedacht. Ach so Mittags gabs übrigens typisch indisch, ich hab dann abends wieder richtig im Hotel gegessen.

Samstag, auf nach Agra zum Taj Mahal


Aufgestanden 05:30, 06:15 Spezial Frühstück im Hotel bekommen, dass es eigentlich erst ab 7:30 gab, aber um7:15 ging schon mein Zug. Dafür wurden extra die Hotelbediensteten geweckt, die in der Lobby auf den Sesseln geschlafen haben, nach Hause fahren lohnt sich für die nicht un Zimmer für die gibts keine. Besser noch als anderswo, wo sie vorm Hotel pennen müssen. Von den 3 Stunden Zugfahrt sieht man erst 45 Minuten Slums und wie Leute ihr Morgengeschäft an den Bahngleisen verrichten und dann 2 Stunden Einöde. In Agra angekommen, ist das alles gut geregelt. Es gibt Prepaid Taxis, von der Polizei dort organisiert, da zahlt man vorher und wenn man am Ende dem Fahrer nicht sein Zettel gibt, kriegt der nix. Gut man zahlt dafür ungefähr das Doppelte des fairen Preises, aber so muss der Fahrer ein nicht mehr als unbedingt nötig bescheissen, also haben beide Seiten was davon und man muss sich darum keine Sorgen mehr machen. Das Taj ist wirklich ein wunderschönes und beindruckendes Gebäude, leider ziemlich überlaufen. Leider haben sie dort gerade sauber gemacht, sodass kaum Wasser in der Brunnen und Bassins war, also nix mit der Spiegelbildaufnahme vom Taj. Das Gebäude ist übrigens achteckig, was ein paar interessante optische Effekte erzuegt, so wirkt eine der beiden kleineren Nebenkuppel immer so als wäre sie weiter vorne als ide andere, ist aber eine optische Täuschung. Auch hat man es so gebaut, dass man dahinter nur den Himmel und nix anderes sieht. An dem Tag waren übrigens wieder 45 Grad im Schatten, also echt anstrengende Sache, da haben einige Europäer einen Kreislaufkollaps bekommen. Was besonders schlimm ist, dass die Stadt keine Industrie haben darf, wegen dem Taj, demnach leben mehr als eine Millionen Einwoner nur vom Tourismus, was sich dann wiederum in der Penetranz der örtlichen Händler usw. niederschlägt. Die lassen einen echt nicht eineMinute in Ruhe bis man die Stadt wieder verlässt, dass zerstört das schönste Panorama, weil mans einfach nicht geniessen kann. Am schlimmsten war es aber am Roten Fort in Agra, da sind die bis an die Autotür mitgekommen. Da hilft kein Nein und kein Haut ab. Wenn die einen Europäer sehen, haben die Dollarzeichen in den Augen. Das witzige ist, als Ausländer soll man für alles wesentliche mehr bezahlen. Im taj war es staatlich gewollt mehr als das 13. Fache! und auch sonst. Du kommst aus dem Roten Fort raus (Achtung Taschendiebe) und dann wollen die dir vergilbte Postkarten für 100 Rupien das Paket andrehen, am Ende beim Auto wollten sie dann noch 10. Dann hab ich 2 genommen. Auch die Fahrer sind nicht besonders. Meiner hat mir mal einen guten und günstigen Fremdenführer besorgt und mir auf Anfrage auch seine Wohnung und Familie gezeigt, aber sonst war seine Sorge eigentlich nur mich in soviele wie mögliche Verkaufläden von lokalem Handwerk zu schleppen. 3 Hab ich mir dann angesehen, weil nachdem Roten Fort (wo er mich nicht mal hinfahren wollte, denn es sei ja viel zu heiß und die Verkaufsräume seien klimatisiert und ich sollte nur nicht zu lange bleiben usw.) und dem Taj gibt es in dieser Stadt nix was man sich anschauen könnte. Das Rote Fort war eigentlich ziemlich cool, trotz der Hitze, allerdings teilweise archäologische Ausgrabungsstädte und teilweise noch vom Militär besetzt, man kann also nicht alles sehen, aber schon ein großes Teil, dagegen sind europäische Burgen winzig! Es gibt noch zwei, drei Sachen außer den bisher genannten, die liegen aber so 30-40 km außerhalb, ne Ruinenstadt und sowas, tja dafür bräuchte man 2 Tage, aber einer in dieser Stadt hat mir gereicht, ganz ehrlich. Ich war froh als ich Nachts um 11 im Delhi wieder im Hotel war.

 Fazit Taj sehr gut, Rotes Fort in ordnung, sonst blos da weg!

Sonntag, Sightseeing in Delhi
Am Sonntag bin ich dann etwas später aufgestanden. 07:30 war ja schon fast ok. Wäre nicht nötig gewesen, den mein Fahrer der rumfahren sollte, kam natürlich die obligatorische halbe Stunde zu spät. In Delhi hab ich mir 6 Sachen angschaut.

1. Humayuns Tomb. Ein typisches Mogul Mausoleum, ähnlich dem Taj gehalten, wenn auch aus rotem Sandstein, wie die roten Forts hier überall. Nicht so schön wie das Taj Mahal, dafür am Sonntag morgen um halb 10 fast menschenleer. Ein großes grünes Areal und man wundert sich warum die Menschen nicht da in Strömen hingehen. Ruhig, grün man kann super entspannen, hat mir echt gefallen, viel besser als Agra. Besonders Neu Delhi, das von den Engländern errichtet wurde, ist überhaupt eine sehr grüne Stadt, auch in der Hitzeperiode. Als ich ging, kam dann grad 2 Busse chinesischer Touristen, Schwein gehabt, die hätten sonst wieder jedes Bild versaut.

2. Das Indiagate.. Ein wenig kopiert vom französischen Arc de Triumph, aber trotzdem mächtiges Bauwerk, erinnert an die gefallenen des ersten Weltkrieges und noch ein paar mehr.

3. Nochmal um einiges größer als das in Agra. Also echt ein riesiges Areal. Wird viel restauriert und es gibt 2-3 Museen, eine lohnende Sache genau wie das Grab des Humayun, wenn es blos nicht schon wieder so heiß gewesen wäre. Aber wirklich es lohnt sich.

4. Raj Ghat, da haben sie Ghandi verbrannt. Ghats sind religiöse Orte, wo Tote verbrannt werden. Gibt dort einige in der Nähe Indira Ghandi usw. Weiter nicht viel zu sehen, aber ich wollt halt hin. Danach hat mein Fahrer übrigens wegen der Hitze schlapp gemacht. Den Rest hab ich mir dann allein angschaut.


5. Akshardham Temple. Ein monumentaler und gewaltiger Hindutempel, indem man leider nicht fotografieren kann. Man durfte fast nix mit rein nehmen, Gürtel ablegen usw. Bei der Sicherheitskontrolle hat der Typ nicht erstmal in Seelenruhe mein Geld im Portmonee vor allen Leuten gezählt. Ich dachte mich hackts, blos gut, dass ich so ein ruhiger Typ bin. :-) Drinne erinnerte alles so etwas an Sekte, war ein bissel zu viel Religion für meinen Geschmack. Hunderte menschengroßer Steinelephanten. Dutzende Kuhköpfe aus denen Wasser kommt. Andererseits wenn man diesen Prunk sieht und dann die Armut bedenkt, fragt man sich schon ob das Geld nicht woanders besser aufgehoben wäre. Mit solchen Monumentalbauten versucht man wohl die einfach Landbevölkerung von der Überlegenheit des Hinduismus zu überzeugen, ist wie im mittelalterlichen Europa die prunkvollen Kirchen, obwohl im Hinduismus, die größe eines Tempels eigentlich keine Rolle spielt. Aber auch der Hinduismus hat Konkurrenz, Islam, Christen, Sikhs, alle Religionen, wo es keine Kasten gibt und die ganz armen nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen sind.

6. Mein letzter Punkt für diesen Tag war dann der Lotustempel. Architektonisch interessant, mehr aber auch nicht. Auch Haus der Gottesverehrung genannt. Ein Haus für alle Religionen. Da waren sie wieder die Ökos. "Ach hier ist ja alles so toll, und die Menschen so natürlich und begnügsam, das ist noch das pure reale Leben" usw. bla bla bla. In Delhi sieht man einige aus dem Westen, die wohl auf ihrer spirituellen Suche sind oder eben nicht mehr ganz bei Trost.

Die berühmte Qutub Minar.eine sehr alte große Eisensäule die nicht rostet in einem Moscheenkomplex, wo sich die Wissenschaftler fragen, wie die das damals gemacht, wo es die Technik dafür nicht gab, lag leider zuweit ab von meiner Route zum Flughafen.

Danach ging es dann dahin, ab da begann ein eigentlich schöner Tag richtig beschissen zu werden. Mit dem Fahrer waren am Morgen 800 ausgemacht, erst wollte er da noch 1.000. Mein Kollege der das organisiert hatte, sagte vorher auf keinen Fall mehr als 1000. Naja 2 Km vorm Flugahfen hält er an, wie ist das mit dem Geld. Ich wollte ihm 1.000 (Rupien) geben, weil der Tag wirklich cool war, viel besser als Agra. Ich war mal echt zufrienden. Jetzt wollte er plötzlich 1.200, mein Kollege hätte ihn angerufen und ihm das gesagt, alles klar abe mir nicht oder was und vorallem warum fängt der jetzt damit an. nach einer halben Stunde diskutieren konnte ich dann doch für 1.000 gehen

Im Flughafen wurde ich dann auch noch zur Stichprobe geladen, wo erstmal schön meine 2 Taschen durchwühlt wurden, weil ich eine Packung Streichhölzer mit hatte. Komisch hatten die 3 Typen vor mir nicht noch kurz vorher Streichhölzer in ihre Atschen gepackt, was war mit denen, ach das waren ja Inder. Wiedermal reine Schikane gegen Ausländer. Das haben auch schon viele Kollegen gesagt, die müssen sich nicht wundern, wenn eines tages hier weniger Touristen kommen. Du wirst nur verarscht oder benachtteiligt, oft staatlich gewollt oder zumindest indirekt unterstützt. Das gehört hier zum guten Ton. In Indien gibt es ja einen maximalen Handelspreis auf alle Produkte, was eigentlich ne feine Sache ist, jedenfalls dem dummen Touri veruscht man doch glatt die Schachtel Zigaretten, wo schon 2 drinne fehlen für mehr als diesen zu verkaufen. Zurück zur Sicherheitskontrolle, als sie dann noch meine uralte fast stumpfe Nagelschere haben wollten, habe ich dann eine Tasche doch abgegeben verladen und gehofft, dass diesmal nix kaputt geht. Auf dem Hinflug, wo ich übrigens mit genau dem selben Tascheninalt keine Probleme hatte, haben sie meine Tasche nicht fleglich behandelt und es ist erstmal schön das teure Parfüm kaputt gegangen (IN DER WASCHTASCHE NOCH EXTRA VEPACKT!). Tolle Sache hat man gleich einen super Geruch wenn man die Tasche öffnet und für etwas Feuchtigkeit ist bei den Klamotten auch gleich noch gesorgt.

Ich kam dann Abends in Mumbai an, hat so ein Hals auf dieses Volk und dann das nächste. Am Flughafen gibt es auch nur noch Prepaid Taxis. Ich wollte aber nichtr das doppelte zahlen, denn ich kannte den Weg. Einfach nicht möglich und man hat nach so einem Wochenende auch keinen Bock 2 km bis zu einem regulären Taxi mit 2 Taschen zu laufen. Der Trick wie sieh dabei bescheissen wollen ist folgender: Man nimmt regulär ein Taxi ohne Klimaanlage, natürlich haben fast alle eine, die Fahrer fragen dich danach, man sagt nein und beim Fahren sagen sie dann, obeohl sie es wussten, das Taxi ist aber mit AC (Air Conditioning). Ich hab dann gesagt dann schalte es halt aus. Ich bezahl nicht extra. Es folgte ein kurzer Anruf, dann hatte das Taxi auf einmal nicht genügend Sprit mehr für die Fahrt und es ging wieder zurück zum Flughafen, wo übrigens auch eine Tankstelle ist, ab in eine anderes Taxi, wo die Nadel dann aber wirklich auf empty (leer) war. Der Fahrer ist dann so beschissen gefahren, dass mein Aktenkoffer durchs Taxi flog und bei dem kleinen Taj Mahal Modell für eine Kollegin, das wiederum fest gesichert, denn der Koffer war rand voll und in Pappe verpackt war, 2 Minarette abgebrochen sind. Sehr geil, naja sie hat sich trotzdem gefreut und man kann den Marmor wohl kleben. Das hab ich mitgrebracht, weil die das Taj wohl nie sehen wird, Tradition usw. Frauen dürfen nicth allein reisen usw. An dem Abend hatte ich echt die Schnauze voll von diesem Volk!

(Nicht so ernst nehmen, ich weiß hier gibts auch andere Leute, denn die Frechheit und Dummheit ihrer Landsleute genauso auf den Sack geht)

Gestern morgen hab ich 2 Gekos gesehen und Abends eine Eidechse mit roten Kamm, die sich mit einem Raben gebalgt hat. Heute morgen habe ich auf dem Weg zur Dusche ein Bierglas umgetreten, dass dann gleich in 1000 Teile zerfallen sit. Ich denke das war das wichtigste bisher. Am Samstag will ich dann meinen Trip nach Südmumbai nachholen.

Bis die Tage. (Man ist das heut viel Text gewesen, achso hab übrigens an diesem Wochenende über 450 Bilder gemacht. Lieber eins zu viel als zu wenig, man weiß ja nie ob man da nochmal hinkommt bzw. hin möchte ;-)

Dienstag, 6. April 2010

Dienstag, 6. April

Hallo zusammen,

das vergangene Osterwochenende ging bei mir ganz ruhig über die Bühne. Hier war auch nicht frei, also nix mit verlängertem Wochenende. Außer einen Abend mit den Kollegen was essen gehen und den anderen auf ein paar Bierchen in eine Kneipe ist nicht viel passiert. Von den katholischen Hausbesitzern habe ich ein hühnereigroßes Zuckermarzipan Osterei bekommen, wohl selbst verziert, was ich überaus freundlich fand. Da ich Sonntag kein Appetit hatte, habe ich es auf einem Hocker platziert, um es die Woche essen zu können. Was im nachhinein keine gute Idee war, ich hätte es gleich essen sollen. Denn obwohl es Luftdicht verschlossen war, sind diese kleinen fiesen Miniameisen irgendwie da rein gekommen und nun sieht es aus wie ein Schweizer Käse. Na super. Blöd wenn man keinen Kühlschrank hat, aber ich glaub auch da wären die hingekommen. Hatte mich heute schon so drauf gefreut.

Naja was solls, dafür hatte ich mir dann am Wochenende auch überlegt, wie ich meine wenigen Urlaubstage sinnvoll nutze und was ich mir in meiner Zeit hier alles ansehen will. Herausgekommen ist folgender Plan, dieses Wochenende Sehenswürdigkeiten-Tour in Mumbais Süden, Fort Viertel, Gateway of India usw., inklusive Hafenfahrt zu einer Insel mit alten Höhlentempeln, damit man mal auch etwas Kultur mitbekommmt. Die Insel heißt Elephanta, obwohl dort soweit ich weiß nur diebische Affe leben. Im April/Mai wollte ich dann, bevor der Monsum kommt, der viele Reisen unmöglich macht, an einem verlängerten Wochenende mir Delhi und Agra ansehen, in Agra steht das Taj Mahal, sollte man ja mal gesehen haben, wenn man schon hier ist. Ein verlängertes Wochenende soll es auch nach Goa gehen. Ein wenig feiern und mal schauen was aus den ganzen Hippies geworden ist. Dann ein Wochenende Hochgebirge, wobei ich mir aber noch nicht ganz sicher bin, ob es eher Nepal/Kathmandu sein soll oder doch Sikkim/Darjeeling, da wo der Tee her kommt. Mal schauen, was sich besser machen lässt. Ich hab ja auch noch ein wenig Zeit mir daarüber gedanken zu machen. Ich könnte auch stattdessen nach Varanasi fliegen, das ist dort, wo die großen Scheiterhaufen stehen und sie die Leichen in den Ganges werfen, sprich die heilige Stadt der Hindus. Aber ich weiß noch nicht, ob ich das unbedingt sehen muss, sonst gibts nämlich da nicht viel und es stinkt wohl noch schlimmer als Mumbai. Momenatan denke ich, den Himalaya mal gesehen zu haben, ist vielleicht doch eine schönere und wichtigere Erfahrung. Die übrigen Tage will ich dann mal eine ganze Woche inklusive 2 Wochenenden auf die Andamanen. Das ist das indische Südseeparadies. Liegt auch ein Stück weg, näher an Thailand als an Indien, dafür Traumstrände, azurblaues Wasser, Palmen, was braucht man mehr zum auspannen :-)

Heute ist nun Dienstag und wie immer kommt in Indien alles anders. Habe heute so nebenbei erfahren, dass ich am Freitag nach Delhi fliegen soll um bei einem Händlertreffen beizuwohnen. Sollte ursprünglich Freitag auch gleich wieder zurück gehen. Das wollte ich dann aber doch nicht. Jetzt wird der Delhi Trip halt vorgezogen und ich spar mir einen Urlaubstag, den Freitag befinde ich mich ja auf "Geschäftsreise", außerdem muss ich so die Flüge nicht bezahlen. Man muss auch mal Glück haben. Ich denke mal, dann wird es nächste Woche auch wieder ein paar mehr Bilder geben.

Damit heute keiner leer ausgehen muss, habe ich mal 2 Bilder meines Zimmers hochgeladen. Die Bilder sind nicht doll, aber hier ist es schon spät und ich wollte jetzt nicht anfangen rum zu experimentieren, welche Einstellung der Kamera bei difusem Licht die optimale wäre. Ich denke man bekommt einen Einblick. Wie bereits erwähnt, ist das eines der besseren Unterkünfte, zu einem unschlagbare Preis, leider ohne Klimaanlage und Küche, dafür muss ich nicht in einem Loch schlafen oder eine Wohnung mit ner Großfamilie teilen.

Wenn man mal von meiner langen Krankheit und so weiter absieht und an solche Sachen wie mit der vergünstigten Reise oder das Zimmer denkt, bin ich hier von den Praktikanten, wohl noch das Glückskind, wo die teilweise wohnen. Oh man.


So das wars erstmal.
Bis die Tage