Samstag, 27. März 2010

27.03.2010 Tag am Meer

Samstag, mindestens 30 Grad im Schatten, Strandpromenade und Meer keine 500 m von der Wohnung entfernt, dass hört sich nach einer super Kombination an, ist es auch fast. Leider ist Bombay weder ein verschlafenes italienisches Fischerdorf, noch eine griechische Inseln oder eine spanische Touristenhochburg bzw. gar ein karibischer Traumstrand. Was passiert, wenn man in einem überbevölkerten 20 Millionen Moloch den Müll immer nur etwas weiter kehrt, kann man hier wunderbar beobachten. Der ganze Dreck landet irgendwann am Rand, in diesem Fall im Meer. Das bedeutet dann in Verbindung mit den oben genannten Eigenschaften nicht einen super Samstag sonder eher na ja man hat es mal gesehen und es stinkt da genauso wie überall anders auch. In Bombay bzw. meinem Stadtteil Bandra direkt ist es also nichts mit baden oder sonnen am Strand, da muss man schon weit raus der Stadt raus, was dann ein Tagesausflug bedeuten würde oder mal ne Woche nach Goa in Süden, was aber für deutsche Verhältnisse auch ein ganzes Stück weg ist.








Ich hab mal ein paar Bilder gemacht und ich hoffe, sie bringen das gesagte gut rüber. Es gibt hier auch leider keinen richtigen Strand in diesem Stadtteil. Es sind wie man hoffentlich gut sehen kann, schwarze Felsen, die stark an große
Kohleklumpen erinnern und dazwischen der obligatorische Müll. Kein Mensch der bei Verstand ist geht hier baden. Am Ende der Promenade und der kleinen Landzuge befindet sich noch das alte Fort von Bandra. Außer ein paar Mauern ist leider nicht mehr viel zu sehen. Das ist etwas was mir auch schon anderswo in Indien aufgefallen ist, die Inder haben keinen Blick für Denkmäler oder historische Bauten. Diese Erkenntnis wurde mir von meinen Hausbesitzern und Kollegen, die viel rum gekommen sind, leider auch bestätigt. Die meisten Gebäude verfallen vor sich hin, Hinweisschilder, was man den gerade vor sich hat, gibt es so gut wie gar nicht und auch bei echt wichtigen Sehenswürdigkeit wird man als Touri meist nur durchgeschleust ohne eine richtige Erklärung. Das ist sehr schade und man überlegt sich jedes Mal, ob man sich das noch mal antun sollte.

Am Fort gab es dann doch ein einziges Hinweisschild, was ich für so besonders hielt, es dann zu photographieren. Auf dem Bild mit der großen Brücke kann man bei starkem Zoom die Hochhäuser im Hintergrund erkennen. Sie sind nicht weit entfernt, aber der Smog der über der ganzen Stadt liegt, verhüllt leider fast immer die Sicht in die Ferne.

Hier in der Nähe sollen auch die Villen einiger Bollywood-Stars stehen, Sharuk Khan oder so, hab ich diesmal nicht gesehen, aber ich hab ja noch Zeit die Gegend besser zu erkunden. Meine Wohnung befindet sich auch gleich neben einem Filmstudio, aber eigentlich bekommt man davon nicht viel mit. Also mir ist noch nichts aufgefallen, liegt vielleicht an der vielen Arbeit und das ich am Wochenende meist nur wegen Krankheit im Bett liege und mich ausruhe, um am Montag wieder arbeiten gehen zu können.

Die Bilder mit den Kühen sind direkt vor meiner Wohnungstür entstanden, so als Beweis, dass hier Kühe frei in der Stadt rumlaufen. Die vergitterte Terrasse ist übrigens mein Wohnungseingang.


Bis die Tage!

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