Dienstag, 24. April 2007

Organspende als Regelfall?!?!

Habe gerade in den Mittagsnachrichten gelesen Organspender soll jetzt jeder werden, der nicht offiziell zu Lebzeiten Einspruch erhoben hat, soll der nationale Ethikrat beschlossen haben, wusste garnicht, dass es sowas gibt.

Auch, wenn mir jetzt sicher die Hälfte widersprechen wird, wie auf der Unfrage von Heute.de, oder auch mein Mitbewohner, der Organspender ist, aus durchaus nachvollziehbaren Gründen, aber ich bin dagegen.

Ich sage auch warum: Ich habe seit meiner Kindheit ein zwiespältiges Verhältnis zu Ärzten und wenn ich mal mit meinem Moped verunglücke, habe ich eine Urangst, die vielleicht möglicherweise unbegründet ist, dass die vielleicht sagen: "Oh da kommt das nächste Ersatzteillager"

Mit der Folge, dass vielleicht nicht alles für meine Leben getan wird. auch wenn jetzt viele sagen, dass ist Quatsch, wer garantiert mir das im Ernstfall!

Also, wenn mir jetzt was passiert, bin ich automatisch Organspender, auch wenn ich dagegen bin, aber mich nicht mehr äußern kann. So wird mein Willen als Mensch ignoriert! Ich versteh das nicht, bei der Sterbehilfe versucht man auch alles um den Willen des Patienten zu entsprechen und diskutiert seit Jahren!

Ich habe versucht es zu vermeiden, aber jetzt muss ich doch was zu unserem Innenminister sagen!



Von Vornherein, ich bin kein Fan von Wolfgang Schäuble. er ist für mich ein verbitterter alter Mann, der fast einen Schizophrenen Hang zur Sicherheit hat. Diesen Wahn, den er auch im Interesse konservativer Kreise, die auch aktuelle amerikanische Methoden befürworten, sprich die CDU/CSU, betreibt, halte ich für gefährlich, da eine gewisse Freiheit, ein Grundpfeiler der Demokratie ist. Man kann eben nicht alles hervorsehen, a pro pro letztens lief "Equilibrium (2002)" wieder mal im Fernsehen, der ungefähr auch dieses Thema zum Inhalt hat. Ich meine ich kann nachvollziehen warum er vielleicht solche Ansichten hat und ich wünsche Niemanden, dass was im passiert ist (die Sache mit dem Attentat), aber völlige Sicherheit wird es nie geben, das ist ein Ammenmärchen.

"Wer die Freiheit zu Gunsten der Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient!"

(Ich glaube Benjamin Franklin, habe aber auch gelesen im Original von einem gewissen Richard Jackson, daher noch das folgende von Aristoteles)

"Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zurecht ein Sklave."

Daher finde ich es gut, dass die SPD den Versuch Fingerabdrücke auf "Vorrat" zu speichern, vereitelt hat, da es verfassungswidrig ist! Ich gehe auch mit dem Datenschutzbeauftragten konform, Peter Schaar, dass der Staat seine Bürger nicht lückenlos kontrollieren können sollte, so wie aktuell! Auch muss seiner Ansicht mehr für den Datenschutz getan werden.

Die Bürger sollten direkt entscheiden welche Daten von ihnen gespeichert werden!

Ich mein man sollte da eine Diskussion starten! Ich bin für Geburtsort, Alter, Name, Wohnort, Name der Eltern dürften gespeichert werden, wegen der Volkszählung! Ich meine alles andere findet man eh bei einer eventuellen Untersuchung! Manchen wir uns nichts vor. Der Staat weiß eine Menge von uns, sonst könnte er auch beispielsweise nicht die Renten berechnen. Das ist auch ok so, das Problem ist meiner Meinung nach, dass es den meisten Menschen gar nicht bewusst ist!

Mal ein Wort zur BWL

Ich musste mir ja letztes wieder was zum Thema anhören: "Was studierst du BWL?"

"BWLer sind doch nur am saufen"

Ich mein klar trinke ich gerne mal ein Bier und auch mal eins über den Durst und ich kenne auch kaum einen BWL-Student, der nicht gern mal einen trinkt, aber das tun andere Studenten oder andere Bevölkerungsteile genauso!

Am besten ist ja immer: "Das studieren doch alle!" oder "Das studieren doch nur die, die nicht wissen was sie machen sollen!"

Dazu:

BWL zu studieren, zu mindestens wo ich es tue, ist kein Zuckerschlecken! Es ist vielschichtig und nicht so billig, wie vor allem Leute, die noch nie studiert haben denken. Die meisten meiner Kommilitonen haben ein gutes bis sehr gutes Abi und müssen trotzdem zu Klausuren ganz schön reinhauen!

Weiterhin:

-Uns würde es heut nicht so gut gehen, unser Leben wäre nicht annähernd das selbe, wenn es nicht Leute geben würde, die die Wirtschaft, sprich den Handel vieler Menschen verstehen würden, solche Menschen haben BWL studiert!

-Das Geld mit dem die Forschung anderer Wissenschaftler (Chemiker, Biologen, Geologen, Physiker, Mediziner etc.) finanziert wird, haben BWLer besorgt! Dass heißt, die Medizin, die DEIN Leben rettet, wurde von BWLer erst möglich gemacht! Die Technik, die DICH vor einem Erdbeben warnt haben BWLer durch Finanztransaktionen erst möglich gemacht! Viele Forscher hätten gar keinen Job, wenn nicht BWLer sich aus ihren Forschung einen wirtschaftlichen Vorteil erhoffen würden

-Große Bauten und andere Infrastruktur, wäre ohne die von BWLer zusammengetragenen Summen gar nicht möglich.

- Die Leute, die später darüber entscheiden, ob DU eine Kredit bekommst oder DEINE Stelle gestrichen wird, sind vielleicht BWLer oder haben zu mindestens ein kaufmännische Ausbildung!

- Die Leute, welche die Werbung in Auftrag geben, die dich in deinem Leben ständig bewusst oder unbewusst beeinflusst, haben BWL studiert.

-Die Leute, die später vielleicht DEIN Chef sind und Entscheidungen treffen, die Niemand anders übernehmen will, sich dafür zwangsläufig unbeliebt machen müssen (da man es eh nicht jedem recht machen kann), haben unter Umständen BWL studiert!

- Die Leute die später in der Wirtschaft und Politik etwas zu sagen haben, haben oft die Wirtschaft studiert!

- Die Leute die später den viel zu teuren Juristen für ihre 4. Scheidung das Geld hinterher werfen, damit diese auch wohlhabend werden, sind BWLer!

- Die Menschen, die später 60 h die Woche und mehr arbeiten um ihre Aufträge zu erfüllen und deshalb keine Zeit für ihre Kinder haben, die dann mit 12 Jahren zum Psychologen müssen, den der will ja auch Leben, sind oft BWLer!


Also denk daran, wenn du das nächste Mal einen BWLer vor dir hast, solche Leute werden später überall gebraucht, arbeiten oft mehr als du, könnten vielleicht dein Chef sein, haben ein stressigeres Leben als du und zahlen mehr Steuern, da sie wahrscheinlich mehr verdienen als du und müssen sich dafür, dass sie etwas Bewegen/Erreichen wollen, von anderen Studenten/Menschen sagen lassen, ob sie denn nichts vernünftiges hätten studieren können!

Übrigens, was mir mal so aufgefallen ist, die meisten Leute, die ein eher durchschnittliches Abi hatten und nicht wussten was sie machen sollen oder teilweise absolut kaputte Typen, studieren jetzt Pädagogik, Lehramt oder etwas ähnliches, ein selbst nach deren Aussagen einfaches Studium! Kein Wunder das aus unseren Kindern nichts mehr wird! ;-)

(den letzten Absatz nicht so ernst nehmen!)