Sonntag, 17. Dezember 2006

Samstags Boxen hart, Snooker skandalös

Man was war das gestern für eine Boxnacht.

Der erste Kampf Marco Huck gegen Pietro Aurino aus Italien. Der aufstrebende Neuling gegen den erfahrenen Haudegen. Es war ein schneller Kampf, der von ständigen Provokationen des Italieners vor und während des Kampfes geprägt war. Am Ende einer der ersten Runden haben sich die beiden extrem aggressiven und offensiv agierenden Kämpfer in einer Ecke verkeilt, wobei Aurino dann zweimal illegal mit dem Kopf zustößt und Huck mit einem Tritt konternt (war früher mal Kickboxer). Der Schiedsrichter hat den Tritt von Huck nicht gesehen, da er versuchte zwischen beide zu gelangen, zog also im ersten Moment nur dem anstiftenden Italiener 2 Punkte ab. In dieser aufgeheizten Stimmung verlies dieser wütend den Ring (seine Disqualifikation), kam zwar noch mal wieder hinein, durfte aber nicht mehr weiter boxen, trotz protesten seines Promoters und des Publikums. Es hätte ein sehr spannender Kampf werden können, da anfangs der Italiener besser war, dann aber sich der gebürtige Bosnier steigerte und mit manch wütenden Kombinationen beeindruckte (auch wenn davon nicht immer alle saßen), aber Aurino konnte mti seinen Anworten Huck's Deckung kaum noch durchbrechen.

So begann der Abend also mit einem Eklat.

Im zweiten Kampf verdroscht Sebastian Sylvester aus Greifswald über 8 Runden Peter Mitrevsky Jr. aus Australien bis dessen Trainer nach einem Niederschlag das Handtuch warf. Eine sehr überzeugende Leistung des Mannes aus Vorpommer.

Der dritte Kampf war wieder zwischen Deutschland und Australien, genauer gesagt zwischen Danilo Häußler aus Frankfurt Oder und Marc Bargero. Es war der ein schöner Kampf, nicht so hitzig und ausgeglichener, wobei ich den Deutschen die ersten Runden vorne sah, muss aber dazu sagen, dass ich dann kurz weg schaltete und mir was zu trinken holte und als ich sehen wollte wie es steht war es schon vorbei. Ich behaupte, wenn Häußler so weiter gemacht hat wie die ersten Runden, dann hat er gewonnen.


Schon am Donnerstag oder so, genau weiß ich es nicht, da ich es persönlich nicht gesehen habe, geschah auch etwas besonderes beim Snooker. Ronnie O' Sullivan bricht sein Viertelfinalspiel gegen Stephen Hendry einfach ab, weil offenbar ein Stoß nicht so funktionierte, wie er sich das dachte. "The Rocket", wie er auch genannt wird ist bekanntermaßen ein aggressiver Spieler und Perfektionist, den ich für sein Talent und Können auch bewundere, aber das war schon krass. Er lag zwar in Sätzen 1:4 hinten, führte im 6. aber mit 24 zu 0 und 3 Sätze kann man im Snooker schon noch gut aufholen.

Aber er entschied sich anders nachdem sein Kontrahent, der den Satz begann verschoß, versenkte er 3 mal rot und 3 mal schwarz glaube ich, schoß daneben, schüttelte dem Schiedsrichter und Hendry die Hand und ging einfach, wobei er sichtlich verdutzte menschen zurück ließ.

Naja, wenn er denkt, dass er sich das leisten kann, aber ein bißchen bizarr war es schon.

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